Verarbeitung

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Es gibt verschiedene Arten der Verarbeitung für Epoxidharze. Grundsätzlich besteht Epoxidharz aus zwei Bestandteilen, dem Harz und dem Härter, welche unter genauester Beachtung des Mischungsverhältnisses, der Verarbeitungsdauer (Topfzeit) und der Verarbeitungstemperatur zu einem Epoxidharz reagieren. Klicken Sie auf eine Überschrift der jeweiligen Verarbeitungsart, um Epoxidharz-Systeme angezeigt zu bekommen, mit denen die jeweilige Verarbeitung möglich ist:

Handlaminat

Die Verarbeitung von Epoxidharz mittels Handlaminat ist eines der einfachsten und ursprünglichsten Verarbeitungsverfahren für Bauteile aus faserverstärktem Kunststoff. Darunter versteht man das Imprägnieren der Verstärkungsfasern per Hand mit Rolle, Pinsel, Gummispachtel und evtl. Entlüftungswerkzeugen.

Infusion / RTM

Infusions- / Injektionsharzsystem haben den Vorteil besonders niedrige Viskositäten für ein optimales Durchtränkungsverhalten.
Viele der Infusion RTM Systeme können allerdings auch ausschließlich nur mittels dieser Verfahren verarbeitet werden, da sie beim Kontakt mit Luft (wie beim Standard Handlaminieren) ungewollte Reaktionen, wie z.B. klebrige Oberflächen, zeigen.

Verguß

Beim der Verarbeitung von Epoxidharz mittels des Vergussverfahrens bzw. dem Vergießen von Epoxidharz wird das noch flüssige Gießharz in eine Form gegossen. Dadurch können zum Beispiel dekorative Formteile gegossen werden, auch im privaten Bereich verwenden Künstler immer öfter die Verarbeitung mittels Vergussverfahren um Anhänger oder ähnliches herzustellen.

Kleben

Für die Verarbeitung von Epoxidharzen mittels Klebeharzsystemen werden spezielle Harze eingesetzt, die durch ihre Viskosität oder durch Zugabe von bestimmten Füllstoffen besonders für die strukturelle Verklebung von bestimmten Werkstoffen geeignet sind. Durch diese Spezialisierung können sie oftmals nicht für andere Verarbeitungsweisen genutzt werden.

Härtung bei Raumtemperatur ohne Nachtemperung

Auch gibt es Epoxidharz-Systeme die bei Raumtemperatur völlig aushärten und eine Nachtemperung nicht notwendig ist. Dabei kommen diese Epoxidharz-Systeme ebenso bei vielen weiteren Arten der Verarbeitung von Epoxidharzen wie z.B. das Kleben oder oder bei der Verarbeitung mittels Handlaminat und vielen Einsastzbereichen wie dem Automobilbau, der Luft- / Raumfahrt, beim Bootsbau und in der Industrie zum Einsatz.

 

Härtung bei Raumtemperatur, Nachtemperung notwendig

Im Gegensatz zu Epoxidharz-Systeme ohne Nachtemperung, gibt es ebenfalls Systeme bei der Verarbeitung von Epoxidharzen die bei Raumtemperatur aushärten, eine Nachhärtung bei definierter Temperatur (teilweise vor Entformung) aber zwingend notwendig ist. Auch diese Epoxidharze haben viele weitere Einsastzbereiche wie den Automobilbau, die Luft- / Raumfahrt, den Bootsbau und in der Industrie.

 

UV-Härtung

Die Verarbeitung mittels UV-Härtung wird meist in der Industrie eingesetzt. Hierbei erfolgt die Härtung der Epoxidharzmischung in wenigen Sekunden mittels UV-Bestrahlung. Der Härtungsprozess wird durch Sauerstoff-Zufuhr gestoppt, weshalb das Material nach Applikation und vor seiner Härtung bspw. mittels PE-Folien gut gegen jeglichen Luftkontakt geschützt werden muss. Eingesetzt bei Reparatur- und Abdichtungsarbeiten sowie zur Herstellung von klaren Glas-Verklebungen (bspw. Herstellung von Photovoltaik-Modulen, LED-Lampen o.ä.).

 

 

Heißhärtung

Bei der Verarbeitung von Epoxidharzen mittels Heißhärtung startet die Aushärtung erst bei höheren Temperaturen, meist ab ca. 80°C. Dadurch sind u.a. kurze Produktions- / Taktzeiten möglich, was vor allem für eine industrielle Serienproduktion interessant ist. Die Epoxidharz-Systeme werden beispielsweise in der industrielle Bauteilfertigung von z.B. Kite- und Snowboards, Skateboards, Longboards u.s.w. eingesetzt. Ein typischer Härtungszyklus wäre 10 Minuten bei 100°C.